17. März 2018: Bezirksliga Runde 8
SF Dettingen/Erms 1 - SG KK Hohentübingen 2 2.5:5.5

Tabellenführung in Unterzahl errungen

(Bericht von Moritz Hurm)

Am vorletzten Spiel der Saison stand für uns ein Auswärtsspiel in Dettingen/Erms an. Doch weil die 3. Mannschaft am gleichen Tag gegen Pliezhausen in der Kreisklasse um den Nichtabstieg kämpfte, konnten wir nur zu siebt antreten. Nichtsdestotrotz wollten wir gegen die diese Saison schwächelnden Dettinger punkten, um den Anschluss an Tabellenführer Reutlingen nicht zu verlieren.

Schon sehr früh hatte Nikolas Wildermuth (7) seine Partie beendet, der nach einem raschen Abtausch der meisten Figuren einen halben Punkt beisteuerte. Besonders interessant war die Begegnung von Martin Häcker gegen Joachim Steinmeier an Brett 4. Manch einer erinnert sich vielleicht noch an das kuriose Aufeinandertreffen der beiden in der letzten Saison, in der der Dettinger einfach aufgegeben hatte, nachdem er sich mit Kaffee überschüttet hatte und so nicht mehr weiterspielen konnte/wollte. Dementsprechend wurde natürlich auch das dritte Brett freigelassen, um Martin beweisen zu lassen, dass er auch ohne unsichere Trinkbehälter gewinnen kann, was er dann auch überzeugend tat.

Mannschaftsführer Marius Hurm (2) zeichnete sich aber nicht nur durch seine geniale Aufstellung aus. Ohne Probleme konnte er sich eines Königsangriffs erwehren und mit Materialvorsprung den Sieg einfahren. Weniger zufrieden mit seiner Partie zeigte sich Andreas Birkner (8), dem es aber trotzdem gelang, wenigstens ein Unentschieden zu erreichen.

Moritz Hurm (4) konnte sich mehrere Bauern ergaunern, nachdem der gegnerische König im Zentrum unter schwerem Beschuss stand. Diese reichten aus, um den nächsten Dettinger zur Aufgabe zu zwingen. Nils Müller (1) kam gut aus der Eröffnung, konnte aber keine klaren Vorteile erreichen, weshalb die Partie remis endete, ohne zu wissen, dass er damit den Mannschaftssieg besiegelt hatte. Und auch Yannik Hurm (6) wollte nicht alleine unter fleißigen Punktesammlern sein, weshalb er mit einem Turmopfer den gegnerischen König mattierte.

Mit diesem überzeugenden Sieg trotz Unterzahl, ohne auch nur eine Partie verloren zu haben (abgesehen von einem kampflosen Punkt) hatten wir immer noch realistische Chanchen auf die Meisterschaft. Da die Reutlinger nur noch durch eine Niederlage (oder zwei Unentschieden) zu überholen waren, hatten wir uns schon darauf eingestellt, dass das letzte Spiel die Entscheidung bringen würde. Diese müssen im letzten Spiel gegen Steinlach ran, die an dritter Stelle lagen und auch schon uns besiegt hatten, weswegen in diesem Spiel am ehesten eine Niederlage der Reutlinger möglich wäre. Doch als mittags die letzten Ergebnisse gemeldet wurden, trat ein, mit was keiner gerechnet hatte: Den Neckartenzlingern, die aufgrund vieler kampflos abgegebener Partien deutlich hinter ihren Möglichkeiten spielten, gelang es, Reutlingen zu besiegen.

Die Ausgangslage für den letzten Spieltag ist damit sehr erfolgsversprechend für uns: Mit 13 Mannschaftspunkten (1 Punkt Vorsprung auf Reutlingen und Steinlach) kann uns bei einem Sieg gegen das nominell deutlich schwächere Grafenberg niemand mehr einholen. Aber auch ein Unentschieden könnte reichen, da die beiden Verfolger gegeneinander spielen. Der erste Platz der Bezirksliga ist somit sehr realistisch geworden, am 28.4 wird sich zeigen, wie realistisch.


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